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Schulzentrum Gerthe / Erste Pläne

Die Stadt wird das Schulzentrum Gerthe in den kommenden Jahren grundlegend erneuern. Der Rat hat aus dem Programm Gute Schule 2020 dafür 15 Mio. Euro eingesetzt. Damit kann der erste Bauabschnitt finanziert werden. Die Gesamtkosten dürften etwa drei Mal so hoch sein, hat die Stadtverwaltung geschätzt.

„Allein diese zunächst sehr überschlägige Schätzung deutet schon an, dass wir hier über ein großes Projekt reden. Es wird mehrere Jahre dauern. Deshalb ist es wichtig, die Schulgemeinden von Anfang einzubeziehen und ins Gespräch zu kommen. Das muss über die gesamte Planungs- und Bauzeit aufrechterhalten werden. Nur dann können Probleme, mit denen in der aktiven Bauphase gerechnet werden muss, in Ruhe und gegenseitigem Vertrauen und mit dem nötigen Verständnis für das Machbare besprochen werden“, so der Vorsitzende des Ausschusses für Schule und Bildung Ernst Steinbach. Das sei auch deshalb wichtig, weil die Schulen nicht ausgelagert werden möchten, sondern während der Bauphase vor Ort bleiben wollen.

Inzwischen hat die Stadt sich einen ersten Zeitplan überlegt. Es geht um Raumprogramme oder auch um den Architektenwettbewerb. Der Vorsitzende des Schulausschusses Ernst Steinbach hat die Schulgemeinden, Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger für Dienstag (13. Juni) von 15 bis 17 Uhr in die Aula des Schulzentrums Gerthe zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.

Schulzentrum Gerthe / Ernst Steinbach: „Ins Gute-Schule-Programm aufnehmen“

Ernst Steinbach
Ernst Steinbach
Das Schulzentrum Gerthe könnte aus dem Gute-Schule-Programm des Landes NRW saniert werden. Das regt die SPD-Ratsfraktion an. „Die naturwissenschaftlichen Räume im Schulzentrum Gerthe stehen ganz oben auf der Liste“, erklärt Ernst Steinbach, Vorsitzender des Ausschusses für Schule und Bildung. Auch Fassaden und Fenster müssen erneuert werden, ebenso die Technik und das WLAN.

In der Vergangenheit hat die Stadt Bochum bereits erheblich in die Schulen investiert, auch in das Schulzentrum Gerthe mit dem Heinrich-von-Kleist-Gymnasium und der Anne-Frank-Realschule. So sind zwischen 2008 und 2014 circa fünf Mio. Euro in die teilweise Erneuerung von Fassaden, Fenstern und Dächern geflossen, ebenso in Sanitärräume, in den Brandschutz und in einen Chemieübungsraum. „Jetzt ist es an der Zeit, sich das Schulzentrum insgesamt anzuschauen und bei der Sanierung einen ordentlichen Schritt vorwärts zu machen“, sagt Ernst Steinbach.

„Gute Schule 2020“ / Jonathan Ströttchen: Programm jetzt zügig ausarbeiten / Sanierungsbedarf bekannt

Jonathan Ströttchen ist Mitglied der SPD-Ratsfraktion Bochum und Sprecher der SPD im Ausschuss für Schule und Bildung (c) SPD-Ratsfraktion Bochum, 2016
Jonathan Ströttchen ist Mitglied des Rates der Stadt Bochum und Sprecher der SPD im Ausschuss für Schule und Bildung
Die SPD-Ratsfraktion geht davon aus, dass die Stadt das 49 Mio. Euro schwere Programm „Gute Schule 2020“ relativ schnell vorlegen wird. Das sagt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion Jonathan Ströttchen. „Ganz oben auf der Liste steht zum Beispiel das Schulzentrum Gerthe. Auch das Bochumer Programm für die naturwissenschaftlichen Räume könnte neuen Schwung kriegen. Die SPD-Fraktion hat regelmäßig in Sachen Sanierungsbedarf an Schulen nachgehakt. Nicht zuletzt deshalb ist jetzt sehr genau bekannt, was an welcher Schule saniert werden muss“, so Ströttchen.

Die Landesregierung hatte Ende vergangener Woche angekündigt, Bochum von 2017 bis 2020 jeweils 12.261.108 Euro, zusammen rund 49 Mio. Euro, zur Verfügung zu stellen. Damit wird die Stadt Schulen samt Turnhallen sanieren, modernisieren und ausbauen. „Dabei finde ich es besonders gut, dass Bochum mit dem Programm auch stark in digitale Technik investieren kann“, sagt Jonathan Ströttchen.

Die Landesregierung hat erklärt, sie wolle jetzt die genauen Förderbedingungen ausarbeiten und damit rechtzeitig zum Programmstart am 1. Januar 2017 fertig sein. „Deshalb wollen wir hier in Bochum damit beginnen, die Prioritätenlisten für einzelne Schulen, die naturwissenschaftlichen Räume oder auch die sanitären Anlagen vorzubereiten“, so Jonathan Ströttchen. So hatte es auch der Ausschuss für Schule und Bildung im September beschlossen. Die Stadt kann „Gute Schule 2020“ voraussichtlich mit anderen Programmen kombinieren. Die SPD-Fraktion wolle so mit städtischem Geld, mit Bundes- und Landesmitteln eine Gesamtstrategie entwickeln und umsetzen, erläutert Ströttchen.

Gute Schule 2020 (Antrag zur Sitzung des Ausschusses für Schule und Bildung am 13. September 2016)